Wenn es vom Kopf schneit...
„Igitt, der Mann vor mir im Bus hat die ganzen Schultern voller Schuppen. Wie kleine Schneeflocken bedecken sie seinen dunklen Mantel. Der wäscht sich bestimmt nur selten die Haare, wenn überhaupt.“, und schon mutmaßt man über die hygienischen Verhältnisse fremder Menschen. Doch eigentlich können die wenigsten Menschen etwas für Schuppen.
Was sind Schuppen eigentlich?
Alle Menschen bilden Schuppen und zwar am ganzen Körper. Jedoch sind diese im Normalfall nicht sichtbar, da sie zu klein sind. Die Haut erneuert sich ständig und stößt permanent einzelne Hautzellen ab. Kommt es zu Schuppenbildung, ist der Hauterneuerungsprozess stark beschleunigt und die Hautzellen werden nicht mehr einzeln abgestoßen, sondern in „Klümpchen“ von einigen Hundert. Dadurch werden die Zellen sichtbar und von uns als Schuppen wahrgenommen.
Wie kommt es zur Schuppenbildung?
Die häufigste Ursache für Schuppen liegt auf der Kopfhaut. Ist sie zu trocken oder zu fettig, kann es zu einer erhöhten Schuppenbildung kommen. Bei trockener Kopfhaut sind die Schuppen relativ klein, auf dem gesamten Kopf zu finden und rieseln schnell aus dem Haar, während sie bei zu fettiger Kopfhaut deutlich größer sind und häufig im Haar haften bleiben. Schuppen können aber auch durch Hautkrankheiten hervorgerufen werden. Sind die Schuppen gelblich oder haben eine ölig-fettige Konsistenz, weist das auf eine krankhafte Veränderung der Kopfhaut hin. Meist steckt das „Seborrhoische Ekzem“ dahinter, eine Funktionsstörung der Talgdrüsen. Es äußert sich durch eine rötliche Kopfhaut, die manchmal sogar entzündet ist, juckt oder Krusten aufweist. Es kann sich aber auch um einen Pilzbefall, Schuppenflechte oder Neurodermitis handeln, weshalb es ratsam ist, in diesem Fall zunächst einen Hautarzt aufzusuchen, bevor man sich an die Selbsttherapie mit Schuppenshampoo & Co. begibt.